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Das Ruhrtalmuseum

Kultur- und Weiterbildungsbetrieb

- KuWeBe -

Brückstraße 14

58239 Schwerte

Tel. 02304-104822

 

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Di. bis So. 11 bis 17 Uhr

Mo. u. ges. Feiertage geschl.

Die Geschichte bis zum 13. Jahrhundert

Um 680

  • Zwei angelsächsische Missionare, der schwarze und der weiße Ewald werden von den westfälischen Sachsen, den Boruktuariern auf bestialische Art ermordet. Die Boruktuarier hatten die Missionare einige Zeit argwöhnisch bei dem täglichen Gottesdienst und bei den Gebetsverrichtungen beobachtet. Sie fürchten den Abschied von ihren eigenen Göttern.

695

  • Boruktuarier zwischen Lippe und Ruhr werden von den Sachsen unterworfen. Die vermutlich urgeschichtliche Wallanlage Hohensyburg wird durch die Sachsen eingenommen und erweitert

718-758

  • Die Franken führen mehr als 10 Kriegszüge gegen die Sachsen in Westfalen.

748

  • Winfried missioniert im südlichen Westfalen, er tauft die Bewohner in den Gauen Borahtra und Nithersi.

775

  • Truppen des Frankenkönigs Karl d. Großen erobern die Hohensyburg (Sigiburg). In der Nähe der Hohensyburg (Ebberg) entsteht eine Handwerkersiedlung, in der bis um die Jahrtausendwende Gebrauchsgüter aus Bronze und Eisen hergestellt werden.

776

  • Eine Kirche domus ecclesiae wird auf der eroberten Sigiburg erwähnt.

962

  • Erstmalige urkundliche Erwähnung Schwertes als "Suerte" in den Urbarien der Abtei Werden.

1096

  • Erstmalige urkundliche Erwähnung der Bauernschaft Ergste "Argeste".
  • Erzbischof Hermann überträgt Grundbesitz mit Zubehör in Ergste und Halingen dem Kloster Siegburg.

1200

  • Graf Arnold von Altena-Isenburg setzt mit Zustimmung seines Sohnes Eberhard seiner Frau Methildis die curtis Sverte als Leibzucht aus. Als Zeuge erscheint Ricbertus de Sverte mit seinen beiden Söhnen Giseler und Ricbertus.

1213

  • St. Georg zu Köln tritt u.a. den Besitz Rheinen ".. situm in parochia Swirte.." dem Stift Essen ab. Erstmalige Erwähnung des Kirchspiels Schwerte.

1214

  • Ein Gerwin mit dem Zusatz "..scultetus de Viliste.." wird erwähnt.

1222

  • Erzbischof Engelbert I von Köln tauscht von der Gräfin Mathilde (von Altena) die Kirche zu Bigge gegen die Kirche zu Elsey ein. Als Zeugen des Kirchenaustausches werden Gerwin und Goswin von Schwerte erwähnt.

1225

  • Friedrich von (Altena-) Isenburg tötet den Kölner Erzbischof Engelbert von Berg in einem Hohlweg bei Gevelsberg.

1226

  • Die Limburger brandschatzen in Schwerte.
  • Schwierige Verhandlungen zwischen dem Kölner Erzbischof und der Stadt Soest finden Ende 1225 oder Anfang 1226 "..apud Sw(e)rthene.." statt.
  • Friedrich von (Altena-) Isenburg wird in Köln gerädert.

1228

  • Erstmalige urkundliche Erwähnung des seit dem 8. Jahrhundert bestehenden Reichshofs Westhofen

1231

  • Ein Giselerus de Sverte bezeugt Lehensübertragungen des Grafen Gottfried von Arnsberg.
  • Die Limburger brandschatzen ein zweites Mal in Schwerte.

1242

  • Gefecht zwischen Limburgern und Märkern "..in der Rure by Vylgist.".

1243

  • Durch einen Vertrag zwischen Dietrich von Limburg und Adolph 1. von der Mark fällt Schwerte "..duas curtes Brene et Swerte.." an die Grafschaft Mark, Ergste geht in die Grafschaft Limburg über. Später geht auch der Reichshof Westhofen als Reichslehen an die Grafschaft Mark.

Mitte 13.Jh

  • Ein Ministerialen, Albert Sobbe, dient in Berg als Drost, dapifer.

1255

  • Erstmalige urkundliche Erwähnung der Freiheit Westhofen.

1272

  • Als Zeuge tritt Ritter (famulus) Giselerus de Sverte auf.

1279

  • Eigentum des Ritters Hermann von Altena wird von Johann de Garen (Garenfeld?) und seine Frau Vdega de Sverte genutzt. Als Zeugen treten Ritter und Priester von Schwerte (Rodolfo Rogge rectore de Sverte und Herbordo, Godefrido, Alberto, Philippo de Sverte) und Westhofen (Wignando rectore de Westhoven) auf.

1281-1313

  • In mehreren Lehnsrollen: Graf Ludwig von Arnsberg verzeichnet eine Manse in Berighe in parochia Swerthe, mit der Arnold von Altena belehnt ist. Ritter Menricus wird eine halbe curia in Berge übertragen. Ein Hof in Rheinen (Rene supra ruram) geht beim Arnsberger Graf zu Lehen. 

1283

  • Mit Zustimmung ihres Bruders stiftet Sophia beggina de Svirthe dem Dortmunder Beginenhaus Getreide.

1289-1298

  • Im Rigischen Schuldbuch werden Godekin, Gottfried und Jakob mit Herkunftsnamen von Schwerte ..de Sverte.. erwähnt.

1293

  • In einer Zeugenreihe unter den honorabilibus viris, die den Grafen Eberhard von der Mark begleiten, tritt Ritter (miles) Sobbe (Zobbo de Svirte) auf.

1298

  • Sobbo erscheint in Medebach als Lehnsmann des Kölner Erzbischofs.

1299-1300

  • Sobbo führt eine Fehde gegen Graf Eberhard von der Mark und nimmt den Märkern Burg Hohenlimbug ab. Eberhard beklagt sich beim Kölner Erzbischof über Sobbo, der sein Land verheere. Der Erzbischof antwortet, Sobbe sei erzbischöflicher Ministeriale und Amtmann und er sei vom Grafen Eberhard des väterlichen Besitzes beraubt worden.