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Das Ruhrtalmuseum

Kultur- und Weiterbildungsbetrieb

- KuWeBe -

Brückstraße 14

58239 Schwerte

Tel. 02304-104822

 

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Das 15. Jahrhundert

1401

  • Stadtbefestigung: Ein Kaufvertrag erwähnt die äußerste Pforte "..buterste parte.." die ein inneres, älteres Tor voraussetzt.

1403

  • In dem sog. Scheidebrief werden die Rechte in den Bereichen Stadt, Hof und Schwerte des Märkers und Engelbert Sobbes Sohn Johann auseinanderdividiert.
  • Hermann Praël tritt als Zeuge in Schwerte auf.

1405

  • Graf Adolf von Kleve versetzt die Mühle in Schwerte an Wennemar von Dücker.

1406

  • Stadtbefestigung: Die Stadt Schwerte erhält das Privileg, die Befestigungsgräben nach Bedarf zu erweitern. Für die dabei verbrauchten Ländereien soll dem Landesherrn eine Abgabe gezahlt werden.
  • Der Stadt Schwerte bekommt ausdrücklich zugebilligt, das Recht an den Stadttoren ein Wegegeld "..doyrpennig.." zu erheben.

1407

  • Johann Sobbe zu Villigst beansprucht die Fischereirechte an der Ruhr. Die Fischerei sei "..van aldes unser alteren und vorvaren geweset."

1409

  • In den Matrikeln der Universität Köln wird der Name "..Henricus de Swerte.." notiert.

1411

  • Bürgermeister ist Friedrich Sultemann.

1414

  • Die Stadt Hamm ersucht Schutz gegenüber Vorwürfen von Graf Adolf IV bei den Räten von Unna, Iserlohn, Kamen, Lünen und Schwerte.

1417-1445

  • Amtszeit des Bürgermeisters Hellmich Hellweghe

1419

  • Graf Gerhard verbündet sich mit dem Kölner Erzbischof Dietrich von Moers gegen seinen Brüder Graf Adolf. 1419/20 bricht der offene Konflikt aus.
  • 10.August: 67 Ritter schließen sich zusammen "..umme gemeyne nute unde umb eyndracht willen des ... landes.." von der Mark. Unter ihnen sind die Brüder Diedrich und Hermann Voss, Johann von Syburg und Johann Wanthoff, sowie Bürgermeister, Räte und alle Bürger von Hamm, Iserlohn, Lünen und Schwerte.
  • Dietrich Mankorn und seine Frau Belecke machen der Kalandsbruderschaft größe Stiftungen, um in das Totengedenken der Bruderschaft aufgenommen zu werden. Die Bruderschaft bezeichnen sich als "...gebrodere des hilges gestes und kalands broderscap to Swerte..."

1420

  • April: Graf Adolf belagert und brandschatzt Schwerte.
  • 26.April: Schwerte wird genötigt, sich für ihn und gegen seinen Brüder Graf Gerhard zu erklären.
  • November: Graf Adolf und Graf Gerhard einignen sich vorläufig.

1423-1424

  • Mit Hans van Vley wird zum ersten Mal die Familie Vley (Fley) urkundlich erwähnt.

1423

  • Juni: Graf Gerhard sagt seinem Brüder Graf Adolf die Fehde an, und wirbt gleichzeitig um Parteigänger in der Grafschaft Mark und umliegenden Territorien u.a. auch Dortmund. Sein wichtigster Parteigänger ist der Kölner Erzbischof.

1424

  • Im Züge der Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern Graf Adolf und Graf Gerhard brennt Ergste, Westhofen kauft sich frei.
  • Stadtbefestigung: Zwei Häuser von Bürgern liegen ausdrücklich vor einem (älteren) Westentor, das wohl später dorthin vorverlegt wird.
  • Die Hüsingstraße als Verbindung zwischen Hüsingtor und Markt wird zum ersten Mal erwähnt.
  • Der Hüsinghof (Standort unbekannt) befindet sich im Besitz von Gockel ter Lynden.
  • Der erste Hinweis auf eine Schule in Schwerte: Die Liebfrauenbruderschaft setzt im Rahmen einer Seelenheilstiftung auch 2 Schilling für den "..scholemester.." aus.

1425

  • Sommer: Der Kölner Erzbischof samt seiner Parteigänger ziehen vor Schwerte, können es aber nicht erobern.
  • Kamen wirft der Stadt Dortmund, die mit dem Erzbischof verbündet sind, unchristliches verhalten vor, weil in Schwerte der "..alde kerchove, cram ... und frowen.." geschändet worden seien.
  • Oktober: Es kommt zu einem Schiedsspruch zwischen Adolf und Gerhard. Gerhard soll auf Lebenszeit die Grafschaft Mark erhalten. Adolf weigert sich den Schiedsspruch anzuerkennen.
  • Schwerte wird für jeden Donnerstag mit einem Wochenmarkt von Graf Adolf von Kleve-Mark privilegiert.
  • Ein Handwerker, Evert Dass bekommt das Privileg, am Graben vor dem Hüsingtor "..op dem haselacker.." eine Harnischrolle anzulegen. Sie dient zum Polieren der fertigen Teile.
  • Das Schwerter Spital erwerbt ein Gut in Tiefendorf und das Langenberg-Gut zu Overberge.

1426

  • Die Stadt Schwerte pachtet einen Hof "..Monaken boven Swerte.." vom Kloster Fröndenberg.
  • In September kommt es zur feierlichen Union der Städte mit der Ritterschaft. 92 Ritter und die sechs Städte (darunter Schwerte) besiegeln die Urkunde, in der sie "..groten kamer, kumer und noet ewich verderff des Landes van der Marke.." beklagten und in der sie als Gegenmittel Schiedsgerichtsverfahren und Kommissionen einberufen sehen wollen.

1427-28

  • Die Grafen Adolf bzw. Gerhard nehmen nach zwischenzeitlicher Verpfändungen die Mühle in Schwerte wieder in ihren Besitz. Sie übertragen die Mühle dem Schwerter Richter Hermann Lenhoff sowie Hermann Schelpage und Hans die Moilner.

1427

  • Hermann Voss, der Johann Sobbe die Fischereirechte an der Ruhr abgekauft hatte, verlangt erneut Bürgermeister, Rat, Gilde und Gemeinheit ab, ihn oder seine Erben nicht an der Fischerei zu hindern.
  • Sämtliche Einwohner der Stadt Schwerte verzichten auf Fischereirechte in der Ruhr.
  • Schwerte erhält das volle Recht auf Erhebung der Akzise (sise).
  • Ältestes bekanntes Schwerter Stadtsiegel an einer Pergamenturkunde.(Stadtarchiv Dortmund) Inschrift: SECRETUM OPIDANORUM SWERTE

1428

  • Der Streit zwischen den Brüdern, den Grafen Adolf und Gerhard wird beigelegt und Schwerte wie der größere Teil der Grafschaft Gerhard zu gesprochen.
  • Graf Adolf genehmigt Bürgermeister und Rat, eine Steuer (sise) "..over dat harnsch.." oder "..over dat drat.." zu erheben. Graf Gerhard hält ausdrücklich fest, daß die Stadt sich nicht an den Einnahmen der Mühle beteiligt.

1430

  • Ritter und Städte der Grafschaft Mark beschweren sich bei Graf Adolf, daß seine Amtleute in Wetter, Volmarstein und Blankenstein neben Neuenrade, Bochum und Hattingen auch Schwerte zur Nacht beschossen haben.

1431

  • Bürgermeister ist Arnd Praël
  • Hinter den Bürgermeistern Helmich Hellwich erscheint Gerwin Molderpas als Zeuge bei der Übernahme des Schillingshofes in Erbpacht vom Kloster Clarenberg in Hörde - Abtissin ist Clara Sobbe.

1433-1463

  • Amtszeit des Bürgermeisters Gerwin Molderpas

1433

  • Der Bürgermeister Helmich Helweg steht der Marien (Liebfrauen-) Bruderschaft vor.

1436

  • Dietrich Sudermann und sein Sohn stehen als Provisore dem Heilig-Geist-Hospital in Schwerte vor.
  • Engelbert Greve in Lübeck hinterläßt seinem Brüder Johann in Schwerte 350 Mark lübisch.

1437

  • In einem Vertrag zwischen Graf Adolf und seinem Bruder Graf Gerhard wird einen Frieden auf Lebenszeit vereinbart.
  • Zu den Geistlichen des Hofes zu Novgorod gehören Arndt Paschedag und Heinrich Padberg aus Schwerte.

1443

  • Am 18.April schreibt Schwerte an den Danziger Rat wegen der Erbschaft des Heinrich Kurlar. Kurlar ertrank als sein Schiff in der Ostsee unterging.

1444-1447

  • Die Soester Fehde spielt sich in unmittelbarer Nachbarschaft Schwertes ab.Es wird berichtet, daß während dieser Zeit ein Reitergefecht vor der Stadt stattfand.

1446

  • Diedrich Brink später Pastor in Schwerte studiert in Rostock.

1448

  • Aus Schwerter stammen die Juden Johel und Humpert, denen während der Soester Fehde je zwei Ziegen weggenommen werden.
  • Bei dem Überfall auf das Schwerter Vieh während der Soester Fehde ist Gottschalk Praël einer der beiden Hauptgeschädigten. Hannes Becker verliert dabei sieben Kühe.
  • Evert Praël wird zum erstenmal erwähnt.
  • Ein Schwerter Schulmeister namens Johannes ther Hovel tritt als Zeugen auf.
  • In den Matrikeln der Universität Köln wird der Name "..Herm(annus) Swerte.." aus der Kölner Diözese notiert.

1449

  • Der Dortmunder Bürgermeister, Gerwin Klepping, der die Fischereirechte an der Ruhr hat, verkauft die Rechte an die Familie Voß.

1450

  • Priester Johann Brink wird als Gewerke eines Bergwerk auf Eisenstein im Kirchspiel Müllenbach genannt.

1452

  • Bürgermeister ist Hans op dem Brink.
  • Evert Praël vertritt als Vorsteher das Heilig-Geist-Spital beim Erwerb des Guts Langenberg bei Overberge.

1455/56

  • Der Schwerter Handwerker, Wilhelm Rost, tritt als Zeuge des Testaments eines Berufskollegen in London auf.

1456

  • Der Priester, Diedrich Brinck wird angeklagt. Er habe auf dem "..pretorium.." (Rathaus) sich mit Johann Groppenbroch über eine Vikarie gestritten. Er habe Groppenbroch ein Bastard genannt und dort ein Messer gezogen und einen Bürger verletzt. Während der Fastenzeit habe Brinck ein Turnier auf dem Marktplatz veranstaltet und spottete dabei über alle Priester.

1458

  • Pastor Dydericus Brynck riskiert eine Untersuchung wegen Simonie (dem Handel mit geistlichen Ämtern), weil er die Vikarie des St. Johannes Evangelista- und Stephanus-Altars des Johann Bramey für 34 Gulden an sich gebracht hat.

1460

  • Die Dortmunder Dominikaner richten in Schwerte eine Bettelstation (Terminei) ein, Tidemann Dübbe und Johann Rost wirken als Terminarii in Schwerte.

1462

  • Jutte Smyd, Ehefrau von Hinrich Smyd aus Schwerte tritt in das Erbe des in Lübeck verstorbenen Gottfried uppen Kampe ein.

1463/64

  • Der Schwerter Handwerker, Wilhelm Rost, setzt in London seinen letzten Willen auf. Darin testiert er als "..cives et armurarius London(ensis).." und vermacht sein Land "..in willa de Swerte in Westvalia.." an seine Eltern Hermann und Alicia Rost.

1463

  • Schwerte mahnt offene Rechnungen in Lübeck an. Der Lübecker Harnischmacher Volmer Muese hatte in Schwerte Draht und Panzer bestellt und blieb offenbar die Bezahlung schuldig.

1464

  • Hans Huscher aus Schwerte wird in das Krameramt in Lübeck aufgenommen.

1465

  • Streit der Stadt Schwerte mit den klevischen Räten. Ohne sich mit dem Amtmann zu Schwerte zu vergleichen, hat die Stadt Schwerte zwei Westhofener, Johann van der Linden und Kuyr Keppeler als Bürger aufgenommen.
  • Hermann Praël, Sohn des Bürgermeisters Arnd Praël legt den Bürgereid in Reval ab.

1467-1480

  • Amtszeiten des Bürgermeisters Evert Praël

1467

  • Gerwin Molderpas und seine Frau Else hinterlassen ein großes Vermögen. Aus dem Vermächtnis der Witwe Else verfügt sie mehrere fromme Stiftungen. Sie stattet vor allem die Schwerter Kirche aus ihren Besitzungen bei Wandhofen mit der nach den Heiligen St. Anna, St. Fabian und St. Sebastian benannten Vikarie aus. Im Testament wird auch Gerwin ihren Neffen bedacht. U.a. vererbt sie ein "..brukettel.." zum Bierbrauen.
  • Bürgermeister ist Johann Vley.

1468

  • Arnd Molderpas, Sohn von Gerwin Molderpas hält sich in Livland auf.

1469

  • Pastor Dydericus Brynck ist noch in Schwerte tätig.
  • Ein Johann Starcke wird erstmals in einer Schwerter Zeugenreihe erwähnt.

1470

  • Lübeck mahnt die Städte Unna, Kamen, Iserlohn, Bochum, Lünen und Schwerte an, ihren Beitrag zur Hanse zu zahlen.
  • Vermutlich das Geburtsjahr von dem Schwerter Johann Potken, der erste Äthiopologe des Abendlandes und Korrespondenzpartner der Humanisten Sebastian Brant und Johannes Reuchlin.

1471

  • Der Schwerter Harnischmacher Hermann Boelkenstell wird erwähnt, er habe (vor 1471) dem Herzog von Jülich einen Harnisch angefertigt und beliefert.
  • Johann Fiant (Vyant) beurkundet in Schwerte als Ratsherr.
  • Jasper Vley studiert in Köln.
  • Evert Starcke wird als Ratsherr erwähnt.

1473

  • Gottschalk Praël gehört zum Kreis der Ratsherrn.

1475

  • Auf dem Weg von Werl nach Schwelm zum Schlacht bei Neuss machen die Osnabrücker halt in Schwerte.

1478

  • Albert Praël dient als Vorsteher des Heilig-Geist-Spitals.

1480

  • Albert Praël dient noch als Vorsteher des Heilig-Geist-Spitals.

1481

  • Die Brüder Rotger und Hermann Voss pachten die Schwerter Mühle für 12 Jahre "..umb groete und swair coest van tymmeringe.."
  • Johannes Vley studiert in Rostock.

1482

  • Im Heeresaufgebot hat Schwerte 25 Fußsoldaten "..man to voet.." dem Landesherr zu stellen.
  • Arndt Praël wird von Herzog Johann von Kleve zu Richter in Schwerte ernannt.

1487

  • Gerwin Molderpas, Neffe des gleichnamigen Onkels hat den Familienname geändert: Gerwin op der Borg gen. Molderpas.

1491

  • Hermann Praël, Sohn des Bürgermeisters Arnd Praël stirb in Reval.
  • Gottschalk Praël beerbt seinen verstorbenen Bruder Hermann.

1492

  • Herzog Johann II von Kleve leiht beim Schwerter Amtmann Ernst von der Marck 50 fl., der daraufhin das Recht erhält, "..in synen waeter to Velist.." eine eigene Mühle zu bauen und Korn darauf mahlen zu lassen.
  • In den Matrikeln der Universität Köln wird der Name "..Franco Sartoris de Suerte.." Student der freien Künste notiert.

1493-1514

  • Amtszeit des Bürgermeisters Albert I Praël

1494

  • Unter den 50 Deutschen, die Ivan III in Novgorod gefangen nimmt, befinden sich die gebürtigen Schwerter Jürgen Hülscher und Johann Greve, der als Kaplan "..up des kopmannes hove.." wirkt.

1495-1507

  • Diedrich oder Theodor Prael ist in Schwerte als Priester nachzuweisen.

1495

  • Johann Fiant, Sohn des gleichnamigen Ratsherr in Schwerte (1471) kommt in Reval an.
  • Mindestens vier Kleriker in Schwerte sind nachzuweisen: Diedrich Piel, Albert Potgeiter, Diedrich Prael, Johann Dudinghaus.

1496

  • Hans Vyant besitzt zwischenzeitlich Gut Brünninghausen bei (Plettenberg-) Ohle.
  • Bürgermeister und Rat zu Schwerte melden beim Lübecker Senat Ansprüche der Geschwister Hans und Grete Huscher am Nachlaß des Bruder Hans Huscher an.

1498-1499

  • Bürgermeister ist Johannes Vley.

1499

  • Victor Vley wird als Vizekurat in Schwerte erwähnt.