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Das Ruhrtalmuseum

Kultur- und Weiterbildungsbetrieb

- KuWeBe -

Brückstraße 14

58239 Schwerte

Tel. 02304-104822

 

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Di. bis So. 11 bis 17 Uhr

Mo. u. ges. Feiertage geschl.

Das 16. Jahrhundert

1506

  • Gobel Dass besitzt ein Haus ..op der Meer.. am Stadtgraben vor dem Hüsingtor. Die Lagebeschriebung entspricht der von 1425.
  • Die Eheleute Lambert und Lise Winter vermachen eine jährlichliche Rente von 3 Schilling an die Vorgänger der St. Johannes Gilde Cort Kreyenberg und Diedrich Groppenbroch, die am Tag des Heiligen (24. Juni) auszuzahlen ist.
  • Die Kapelle an der Hüsingpforte wird von der Liebfrauenbruderschaft unterhalten.

1507

  • Gerwin op der Borg steht der Liebfrauenbruderschaft vor.
  • Jasper Vley wirkt als Priester in Schwerte.
  • In den Matrikeln der Universität Köln wird der Name "..Ant(onius) Theoderici de Swerte.." notiert.

1508

  • Der Chor an der Viktorkirche wird angebaut. Auf einem Stein an der Außenmauer steht: "Anno MCCCCCVIII op Su(n)te A(m)brosi(us) dach ward dit angelacht."

1513

  • Im Hagener Weistum wird festgehalten, Brot (ein hellig weggen) solle man hier so schwer backen wie im Schwerte.
  • In Hagen setzen Schwerter und Iserlohner Bier Qualitätsmaßstäbe "..Bier dat man tho Schwerte und Loen halet, dat sall mann geven umb einen penningh und byr, dat binnen diesen gerichte gebrauwet wert, sall so gut syn als lonisch und schwertisch byer.."
  • Johann Fiant, Sohn des gleichnamigen Ratsherr in Schwerte (1471) amtiert in Reval als Bürgermeister.

1514

  • Die Insassen des Heilig-Geist-Spitals erhalten durch eine Stiftung "..2 qwarte bier und 2 wegge.." (Brot).
  • Der Altbürgermeister Albert Praël wird die respektvolle Bezeichnung "..der Ersame.." verliehen als er eine Urkunde siegelt.

1518

  • Herman Pötken stattet die Vikarie zu Ehren der Heiligen Matthäus, Remigius und St. Maria Egyptiacae u.a. mit 38 Malter Getreide, 2½ Goldgulden sowie einen Garten aus.
  • Nach Ausweis der Inschrift entsteht der geschnitzte Siebenschmerzenaltar der St. Viktorkirche. "..hiir leget Jesus doit in Marien muterliken schoit. An(n)o D(omi)ni 1518.."
  • Herman Vley schreibt sich an der Universität Köln ein.

1520-1540

  • Amtszeit des Bürgermeisters Johannes Praël

1520

  • Bürgermeister ist Evert Starcke.
  • Johann Becker und Johann Wencke vertreten das Heilig-Geist-Spital als Provisore.

1522

  • Hermann Vley, der ebenfalls in Köln studierte, folgt Jasper Vley als Hauptpfarrer in Schwerte.
  • Herzog Johann III meidet Schwerte wegen der Seuche in der Stadt. Bürgermeister und Rat müssen ihm in Hörde huldigen.

1523

  • Der große sog. Goldene Altar wird in der St. Viktorkirche errichtet. Inschrift: "..Anno D(omi)ni 1523 up paschen ist duse taf(e)l upger(ichtet).."
  • Johannes Lewe aus Schwerte schreibt sich als Student an der Wittenberger Universität ein, wo Martin Luther lehrt.

1524-1548

  • Hermann Vley tritt als Pastor zu Schwerte auf, der er mindestens bis 1548 bleibt.

1524

  • Der nach Reval ausgewanderte Johann Viandt setzt der St. Viktorkirche in seinem Testament 100 Mark als Stiftung aus.

1531-1548

  • Johann Molderpas bekleidet das Amt des Richters von Schwerte und Westhofen.

1534

  • Geburtsjahr des Hermann Fley, Vetter 2. Grades von Hermann Fley gen. Stangefol. Nach Art der Humanisten nennt er sich später auch Phleius.

1535

  • Bürgermeister sind Evert und Johannes Starcke.

1536-1564

  • Amtszeit des Bürgermeisters Rotger Pepper

1537

  • Amtmann Heinrich von der Mark gibt im Bericht nach Kleve eine Aussage der Schwerter Bürgermeister wieder, ihr Privileg von 1397 "..sy die giffte graiven Engelbertz geweßen.."

1543-1545

  • Albert Pepper lehrt am Dortmunder Archigymnasium, das eine wichtige Rolle im Reformationsprozeß des mittleren Westfalen spielt.

1547

  • Bau des Schwerter Rathauses beginnt.

1548

  • Der Richter von Schwerte und Westhofen, Johann Molderpas stirbt.

1549

  • Bürgermeister ist Albert op der Borg.
  • Bürgermeister und Rat verkaufen mit Zustimmung der Gilden eine Wiese in der Mollenbiecke an die Eheleute Landmann für eine ungenannte Summe Geldes für das Rathaus "..in behoeff und tymmeringe unses niggen raidthuyses.."
  • Johannes Starcke sowie Friedrich und Albert Becker sind Ratsherren.

1550

  • Bernhard Heinrich Vley wird zum ersten Mal erwähnt.

1554-1555

  • Schwerte tritt zur lutherischen Lehre über.

1555

  • Johannes Gödde, Sohn des Bürgermeisters Heinrich Gödde wird geboren.

1557-1567

  • Amtszeit des Bürgermeisters Johannes Starcke.

1557

  • Bernhard Heinrich Vley wird in Schwerte als Sekretär erwähnt.

1558

  • Der älteste erhaltene Schwerter Gildebrief der Panzermacher und Schmieden. Die Artikel werden erneuert.
  • Hermann Pepper in Antwerpen liefert Rüstungen nach England in Wert von 6000 Escudos.

1562-1572

  • In dieser Zeit erwerben die Sybergs durch Kauf den Wuckenhof von den Lappes.

1562-1580

  • Der lutherisch gesinnte Pfarrer Johann Tost (Tossius) ist Dekan in Schwerte.

1562-1581

  • Amtszeit des Bürgermeisters Albert II Praël

1562

  • Die Kaufmannsgesellschaft des Hermann Peppers mit dem Kölner Kaufmann Philipp Palm platzt nach etwa einjährigem Bestand. Pepper distanziert sich rechtzeitig von einem riskanten Geschäft mit Hugenotten.

1565

  • Bernhard Heinrich Vley wird als "..magister.." in Schwerte erwähnt.

1566

  • Stadtbefestigung: Um die Mauer teilweise neu zu errichten muß die Stadt Grundstücke verkaufen "..die Muren.. ..an den Oister-, Wester- und Hüsingkpoerten niggelings opbouwen und macken (zu) lathen."

1567

  • Neben dem lutherischen Pfarrer Albert Pepper ist auch ein geistlicher Zeuge her Hermann Fley nachzuweisen.

1569

  • Erster Nachweis von Matthias Beckers als Richter in Schwerter.

1570/71

  • Namentlich nicht weiter genannte Juden zahlen 8 Tlr. Geleitgeld in die Stadtkasse.
  • Die Schichte in Schwerte werden erstmals erwähnt. Beauftragte der 10 Schichte sammeln von jeder Feuerstelle 9 Pfennig "..Wakegeld.." ein.
  • Heinrich Starcke ist Provisor des Heilig-Geist-Spitals.

1570-1587

  • Heinrich Tost, Sohn von Johann Tost wirkt als Vikar in Schwerte.

1571

  • Bürgermeister ist Johann op der Borg.

1572-1586

  • Hermann Fley leitet das Montaner Gymnasium in Köln und ist gleichzeitig Kanonikus in St. Georg und St. Ursula zu Köln.

1573

  • Der ehemalige Bürgermeister Rotger Pepper, Vater von Albert und Hermann Pepper stirbt.

1575

  • Hermann Pepper zurück in Schwerte liefert dem Braunschweiger Herzog Julius 1000 Harnische gegen Blei aus den landesherrlichen Bergwerken.
  • Hermann Fley gen. Stangefol wird geboren.

1577

  • Hermann Pepper gewährt dem Herzog Wilhelm einen Kredit von über 350 Talern.
  • Ein Jahr vor seinem Tod setzt der katholische Hermann Fley gen. Stangefol testamentarisch eine Stiftung für zwei Studenten aus den Kreisen seiner Verwandten oder aus der Stadt Schwerte aus. Als Nutznießer schließt er ausdrücklich Schismatiker und Ketzer aus.

1578

  • Johannes Gödde schreib sich in der Marburger Universität ein.

1580

  • Der Dortmunder, Nikolaus Glaser folgt Johann Tost als Dekan in Schwerte und begründet von hieraus eine Pfarrerdynastie.

1582

  • Der Schwerter Richter Matthias Beckers schildert den Räten zu Kleve, daß das Brennholz teuer sei und die Einwohner von Schwerte und Westhofen deshalb zum Feueranmachen Steinkohle nähmen. "..der koelen zu der schuer boele bedürftig.." Er erhielt deshalb die Erlaubnis zur Anlage eines Kohlenbergwerks in der Reichsmark hinter dem Dorf Syburg.

1583-1584

  • Hermann Fley bekleidet für mehr als ein Jahr das Amt eines Rektors der Universität Köln.

1585

  • Johannes Gödde wird zum "..Doctor iurus utriusque.." an der Marburger Universität.

1592-1594

  • Amtszeit des Bürgermeisters Egidius Starcke.

1593

  • Johannes Gödde wird zum Professor der Rechtswissenschaft in Marburg.

1598

  • Bei der Suche nach Winterquartieren (Krieg in den Niederlanden) für seine Soldaten verschont der spanische Befehlshaber Francesco de Mendoza Schwerte nicht.