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Das Ruhrtalmuseum

Kultur- und Weiterbildungsbetrieb

- KuWeBe -

Brückstraße 14

58239 Schwerte

Tel. 02304-104822

 

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Di. bis So. 11 bis 17 Uhr

Mo. u. ges. Feiertage geschl.

Das 18. Jahrhundert

1701

  • Schwerte gibt sich eine eigene Schulordnung.

1713-61

  • Amtszeit des gebürtigen Hageners Theodor Johann Emmimghaus als Diakon in Schwerte. Emmimghaus ist streitbarer Verfechter seines lutherischen Glaubens.

1713

  • Der Freiherr von Nehem zu Ruhr, Vorsteher der katholischen Gemeinde zu Schwerte, bittet beim Richter um Vermittlung, weil ein "..fast unversöhnlicher Haß.." Bürger und Nachbarn entzweie.

1720

  • Fünf Gemeinheitsvorsteher amtieren in Schwerte, die teilweise in die Steuererhebung eingeschaltet sind. Sie erheben Angaben für das in städtische Feldmark getriebene Vieh.
  • Der kleve-märkische Kommissar Durham rügt in seinem Bericht das Kämmereiwesen in Schwerte, künftig sollen die Magistratsmitglieder für das Defizit haften "..damit sie desto mehr die Verbeßerung der Accise und der Kämmerei-Einkünfte sich zu befleißigen genöthiget werden.."

1722

  • Der preußische Kommissar Esselen berichtet über den Zustand Schwertes und über ".. die von ihren Mittelen entblößete Bürgerschaft..., die den alten Handel mit Panzern und Schwertern verloren habe und nun ...kümmerlich wieder aufbauen, andere Handarbeit anfangen, das Land bestellen, Vieh ziehen und sich davon bis diese Stunde nehren müsse.."

1723

  • Die älteste Gewerbezählung in Schwerte hält 18 Bierbrauer fest.

1725-1734

  • Schwerte ist Sitz einer Kompanie, für die der Marktplatz 1725-1726 aufgeschüttet und gepflastert wird.

1730

  • Die Freifrau von Nehem zu Ruhr führt Klage über eine im Haus von Pastor Emminghaus gefallene Rede, in der es heißt "..alle Catholische(n) weren Canaillen.."
  • Johann Wennemar König tritt sein Amt als Bürgermeister an.
  • Der erste Akziseinspektor Kemper wird seines Amtes enthoben.
  • Dietrich Caspar Marck aus Langschede tritt die Stelle als Bergrichter und -vogt an. Auswärtige Gutachter werfen Marck mangelhafte Verwaltung und Schriftführung vor.

1734

  • Die Gilde der Wüllner und Wolltuchweber machen eine Eingabe an den Magistrat.
  • Die Zunft der Leineweber zählt 40 Mitglieder und ist zum größten Gewerbe der Stadt geworden.

1737-38

  • In Bochum wird ein kollegial verfaßtes Bergamt gegründet, um Reformen und Absatzförderung im Steinkohlenbergbau zu dienen.

1738

  • Färber lassen sich in Schwerte nieder.
  • In Schwerter ist lediglich ein einziger Schlachter nachzuweisen.
  • Die Stadt Schwerte zählt 1112 Einwohner.

1743

  • Nach 12 Jahren geht die Privatfehde zwischen Bürgermeister König und dem Kämmerer und Sekretär Syberg, die auf die Stadtverwaltung lähmend gewirkt hat, zu Ende. Syberg sei "..immer zum Streit geneigt, so bey Rathe und der Stadt höchst nachtheilig und sehr schadet.." Nach Mobilisierung der Bürgerschaft wird Syberg in körperlichen Arrest gelegt und des Amtes enthoben.

1745

  • Wegen des Wohnsitzes vom Bergrichter Marck und wegen der Nähe zum Salzwerk bei Unna wird das Bergamt von Bochum nach Schwerte verlegt.

1755

  • Eine Teilverlegung des Bergamts von Schwerte nach Hattingen erfolgt.

1757

  • (Siebenjähriger Krieg) Im April müssen die Schwerter Bürger Zwangsdienste für die Franzosen leisten. Im Mai quartieren sich Französischen Truppen in Schwerte ein und bleiben über Winter. Für die Franzosen müssen die Schwerter Bürger Fourage-Magazine und ein Feldhospital einrichten.
  • Gegen Bürgermeister Lange und Kämmerer Schmidt wird wegen Veruntreuung aus dem Fourage-Magazin ermittelt.

1758

  • Eine weitere Teilverlegung des Bergamts von Schwerte nach Hattingen erfolgt.

1759

  • Französische Truppen lagern wieder in Schwerte.
  • 22. Oktober. Ein in Schwerte stationiertes französisches Dragonerkommando holt die Unnaer Bürger Fabrikant D.G. Nettler, die Senatoren Buddemann und Michels sowie Rezepturschreiber Heverer ab und bringt sie nach Schwerte. Mit Ausnahme Heverers kehren sie am folgenden Tag nach Unna zurück. Heverer bleibt 8 Tage in Schwerte eingekerkert, da man ihm "verdächtige Korrespondenz" vorwirft.

1760

  • Im Dezember lagern preußische Truppen in Schwerte.
  • Eine Steuerliste führt 3 jüdische Haushaltungsvorstände auf; Marcus Elias, Meyer Sander und Joseph Jacob, die mit 800, 1000 bzw. 1100 Rtlr zu den vermögendsten Einwohner Schwertes zählen.
  • Es gibt lediglich noch 8 Wüllner in Schwerte.

1762

  • Französische Truppen lagern für 5 Monate in Schwerte. Ursache ist eine Steuerforderung in Höhe von 110 Rtlr. Um sie einzutreiben, verschleppen die Franzosen den Bergrichter Marck, den zweiten Bürgermeister Lange und Gemeinheitsvorsteher Möller als Geiseln nach Düsseldorf und lassen sie erst nach 9 Wochen wieder frei.
  • Die Zunft der Wüllner verpachten ihre Walkmühle westlich der Stadtmauer, weil sie ihrem Beruf keine Zukunft mehr geben.

1766

  • Nach der Abdankung des Bergrichters Marck zieht das Bergamt von Schwerte nach Hagen.

1768

  • Bei seinem Besuch in Schwerte bemängelt der Finanzrat Roden, daß für das Stadtgehölz "..eine beßere wirthschafft höchst nöthig.." sei und daß die Mißwirtschaft ein Ende haben müsse.

1769

  • Kriegsrat Mähler meldet nach Berlin, daß eine Besichtigung der Schwerter Umgebung derzeit scheitere weil sie "..großen Theils gänztlich unter Waßer.." stehe.

1775

  • Die Schwerter Schichten wehren sich gegen Pläne der Bürgermeister Möller und Lange, die den Verkauf von Grundstücken in der Schwerter Mark beinhalten. In einem Schreiben von 15. Oktober an den König bemerken sie: "..Übernommene Pflichten und Zuruf der gantzen Bürgerey haben uns aufgefordert, den solange als möglich verheimlichten Vorhabens des Magistraths drey sehr große und zwarn die allerbesten Flecke aus unßerer gemeinen Stadt- Pferde-, Kuh- und Schweinehuhde entweder durch eine Erb-Verpfachtung oder durch einen Verkauff zu veräussern gleich zu widersprechen.."

1776

  • Die Stadt Schwerte zählt 1148 Einwohner in 275 Häusern. 17 Häuser stehen leer.
  • Beim Ausbau der Ruhr zu einem Wasserweg wird die Strecke zwischen Wetter und Langschede schiffbar gemacht, um Salz von der Saline bei Unna abzutransportieren.

1779

  • Die Ruhrbrücke bei Villigst wird durch Hochwasser beschädigt.

1781

  • Dem aus Unna stammenden Bürgermeister Wiethaus hält die Kammerdeputation Hamm vor, er kümmere sich zu wenig um seine Amtsgeschäfte in Schwerte und habe dort nicht einmal seine Wohnung.

1782

  • Ein Exekutionskommando von einem Unteroffizier und vier Mann rücken von Hamm aus nach Schwerte ein, damit die Schwerter ihren Wegebaupflichten nachkommen.

1785

  • Als sie einen neuen Zunftbrief bekommen, beruft sich die Zunft der Bäcker auf ein von Graf Engelbert 1370 ausgestelltes Privileg.

1789

  • Johann Christoph Friedrich Bährens kommt als 26jähriger nach Schwerte.
  • Die Ruhrbrücke bei Villigst wird durch Eisgang beschädigt und stürzt völlig ein.

1791

  • Die Iserlohner Kaufmannskompanie Johannes Rupe Wwe. & Co. legt bei Haus Villigst ein Packhaus an, um Warenfässer nach Ruhrort und von dort nach Holland zu verschiffen.

1795

  • Die Ruhrbrücke bei Villigst wird abermals durch Hochwasser beschädigt.
  • Als ein allgemeiner Getreidemangel herrscht, fordert die Schwerter Bürgerschaft, den Kornmarkt in Langschede nach Schwerte zu verlagern.

1796

  • Erste Erwähnung der heute noch vorhandenen jüdischen Friedhof am Nordwall.

1799

  • Die Gemeinheitsvorsteher Crone und Möller formulieren eine Eingabe, in der sie die Einrichtung eines Korn- und Viktualienmarktes in Schwerte fordern.